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Politische Verfolgung in Österreich

 

Am 21. Mai 2008 verhafteten Spezialeinheiten der österreichischen Polizei 10 TierschützerInnen, die an Kampagnen der erfolgreichen österreichischen Tierschutzszene mitgewirkt haben. Die AktvistInnen, unter ihnen ein ehemaliger Forschungsassistent an der Cambridge University, kamen in Untersuchungshaft. Das Innenministerium gab an, dass damit wichtige Mitglieder einer kriminellen Organisation, die verantwortlich für Brandstiftungen, Buttersäureanschläge und Bombendrohungen sein sollen, festgenommen worden wären.

 

Die Inhaftierten hingegen bestanden darauf, dass der vorliegende Strafantrag keinen Beweis für irgendeine kriminelle Handlung liefern würde. Stattdessen liege hier eine Beschreibung der kampagnenbezogenen Arbeit vor, die auf eine Verbesserung der Gesetzeslage und der Geschäftspolitik ausgerichtet ist. Einer der Inhaftierten protestierte gegen die Maßnahmen mit einem 39 Tage dauernden Hungerstreik. Heftige Kritik kam von vielen bekannten Persönlichkeiten und Organisationen, unter ihnen Amnesty International und die Grünen.

 

Nach mehr als 3 Monaten ordnete die Oberstaatsanwaltschaft die Freilassung der AktivistInnen an, mit dem Hinweis darauf, dass die Dauer der Untersuchungshaft in Relation zum erwarteten Strafmaß stehen muss. Damit reduzierte sich das öffentliche Interesse beträchtlich, aber der Fall war damit noch längst nicht abgeschlossen. Im Februar 2010 gab die Staatsanwaltschaft bekannt, dass genug Beweise gefunden wurden, um 13 TierschutzaktivistInnen, einschließlich der zehn, die drei Monate im Gefängnis verbrachten, vor Gericht zu stellen.

 

 

Vier der AktivistInnen veröffentlichten ihre Anklageschrift im Internet. Die schlimmsten Befürchtungen bestätigten sich, denn darin kann nicht ein einziger Hinweis auf kriminelle Aktivitäten gefunden werden. Vielmehr wird die angebliche Mitgliedschaft der AktivistInnen in einer kriminellen Organisation aus einer langen Liste persönlicher Meinungsäußerungen und politischer Aktivitäten, wie der Organisation von Demonstrationen und öffentlicher Veranstaltungen, hergeleitet.

 

Der Prozess wird vermutlich 6 Monate dauern. Den AktivistInnen steht eine Haftstrafe von bis zu 5 Jahren bevor und jedeR von ihnen wird Anwaltskosten in der Höhe von über € 35,000 zu tragen haben. Selbst wenn der Prozess mit einem Freispruch endet, wird dieser Betrag nicht zurückerstattet.

 

Das alles kann nicht toleriert werden. Österreich darf BürgerInnen nicht aufgrund politischer Aktivitäten durch finanziellen Ruin und Haftandrohnung einschüchtern.

 

 

 


 

 

Animal Justice nimmt an der MaxMara Campaign teil!

 

Mit ihrem zeitlosen Stil gehört MaxMara zu den weltweit beliebtesten Pret-a-porter-Marken. Dahinter verbirgt sich jedoch eine unschöne Wahrheit: für die Pelzbesätze der Kleider wurden Tiere ausgebeutet und ermordet. Die gewalttätige und blutige Pelzindustrie züchtet und tötet jährlich zehntausende Tiere, um ihnen die Haut abzuziehen und zu Kleidung zu verarbeiten.

Die Marken der MaxMara Fashion Group unterstützen diese gewaltsame Vernichtung tierlichen Lebens finanziell durch den Verkauf von Echtpelz-Bekleidung.


Mit ihren Konsumentscheidungen können Sie dazu beitragen, dass die Pelzindustrie ihr Ende findet: Kaufen Sie keinen Echtpelz. Boykottieren sie alle Marken der MaxMara Fashion Group, bis diese pelzfrei wird.

Würde die MaxMara Fashion Group pelzfrei werden, hätte das eine enorme Auswirkung auf die internationale Modebranche und es würde unzähligen, ansonsten für den Pelzbesatz von Jacken, Hüten und Schals getöteten Tieren das Leben retten. Das Unternehmen ist nicht auf Pelz angewiesen, sondern könnte leicht darauf verzichten.

In Pelzfarmen werden die Tiere in winzigen Drahtgitterkäfigen gehalten, wodurch ihre Pfoten oft verletzt werden. Der Stress und das Leid dieser Gefangenschaft verursacht stereotype Verhaltensweisen, Kannibalismus und Selbstverstümmelung, weshalb dem Futter oftmals Beruhigungsmittel beigemischt werden. Die so gehaltenen Tiere können den Boden nie berühren. Die Tötungsmethoden müssen möglichst billig sein: Per Vergasung, Genickbruch, Stromschlag oder Zertrümmerung der Schädel werden die Tiere ermordet. Jährlich werden global weit über 50 Millionen Tiere für ihren Pelz getötet.

Die Pelzherstellung schadet auch der Umwelt: Die Gerbereien belasten die Gewässer mit giftigen Chemikalien, die Abwässer der Pelzfarmen vergiften den umliegenden Boden. Der Mythos vom “Naturprodukt Pelz” ist schlichtweg falsch.

Der Pelzbesatz ist eine List der Pelzindustrie, um den Pelz wieder modisch zu machen. Kunden werden mit Besätzen an Billigkleidung verwirrt, die kaum als Echtpelz erkannt sind. Der Pelzbesatz wird oft rasiert, gefärbt oder mit einem Muster versehen, um die Tatsache zu verbergen, dass es sich um Echtpelz handelt. Wir müssen uns damit auseinandersetzen, dass es sich bei Pelz um die Überreste für einen Modeartikel getöteten Tieres handelt. Tiere sind keine Waren, sondern empfindungsfähige Lebewesen, die genau wie Menschen, Schmerz fühlen können.